Auf unserem Blog findet ihr Artikel über das tägliche Leben. Wir haben außerdem eine große Kategorie mit Gedanken und poetischen Texten. Katharina Rebecca schreibt auch ein paar Kurzgeschichten und Gedichte für diesen Blog. Viel Spaß auf unserer Seite und schaut gerne wieder bei uns vorbei! Wir freuen uns auf euch! :) Eure Mia & Yasi
Eine neue Geschichte von Katharina Rebecca.
Gerechtigkeit
Ich sitze in meiner Zelle. Denke nach. Fühle mich stark.
Ich hatte die Gerechtigkeit wieder hergestellt. Sie hatte bezahlt.
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, in dem das Leben aus ihren Augen gewichen war.
Meine Hände waren m ihren Hals geschlossen gewesen. Ein triumphierendes Grinsen auf meinem Gesicht.
Sie hatte mich hintergangen und dafür bezahlt. Das war Gerechtigkeit. Ich hatte sie geschaffen.
Sie hatte gewusst, wie sehr ich ihn geliebt habe und trotzdem hat sie keine Rücksicht darauf genommen.
Auch er war Schuld, an dieser Ungerechtigkeit, aber es ist Strafe genug, dass er seine Ehefrau am Tag nach der Hochzeit tot im Wohnzimmer gefunden hat.
Ich kann mir gut vorstellen, wie er um dieses Miststück trauert. Hätte sie mich umgebracht, hätte er nicht um mich getrauert.
Ob er weiß, dass es seine Schuld ist? Hätte er sie nicht mir vorgezogen, würde sie noch leben.
Ob er mit diesem Wissen je wieder glücklich wird? Ich hoffe nicht. Glück hat er nicht verdient.
Die Leute sagen es sei meine Schuld, aber ich weiß es besser.
Es ist seine Schuld und natürlich auch ihre. Die Schuld der lieben Louise. Wer hätte ihr zugetraut, dass sie mal für ihren eigenen Tod verantwortlich sein würde?
Aber niemand glaubt mir.
Statt stolz auf mich zu sein, schließen sie mich weg, als ob ich etwas falsches gemacht hätte. Als ob ich eine Verbrecherin wäre.
Zorn und Hass brodeln in mir. Sie hätten den Tod genauso verdient, wie Louise. Wie können sie es wagen, mir vorzuwerfen, ich sei im Unrecht?
Ich war es doch schließlich, die die Gerechtigkeit wieder hergestellt hatte.
Ich bin zu gut für diese Welt, mit ihren ignoranten Bewohnern, die mich als ihre Heldin nicht wahr haben wollen.
Sie haben mich nicht verdient.
Mein Essen wird gebracht. Ich rühre es nicht an.
Nie wieder werde ich etwas essen. Sie werden sehen, was sie davon haben, wenn sie ihre Helden verstoßen.
Sollen sie doch im Unrecht versinken.
Ich schließe die Augen.
In meiner Zelle ist es Nacht.
Wird es jemals wieder Tag?
© Katharina Rebecca
Nehmt das bitte nicht zu ernst. :) Jeder Autor erfindet seine Geschichten frei!
xxx Mia
P.S.: Katha, deine Geschichten sind der Hammer! Ich liebe sie zu lesen. Schick mir Neue, wenn du welche hast. :)